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Gewinnerfilme sehsüchte 2010


Bester Spielfilm (5.000 Euro) – Otec (The Father) von Lukas Hanulak
Otec | Slowakei | 2009 | Lukas Hanulak | 43´
Jurybegründung

Bester Spielfilm unter 25 Minuten (2.500 Euro) - Siemiany von Philip James McGoldrick
Siemiany | Belgien/Polen | 2009 | Philip James McGoldrick | 18´40´´
Jurybegründung

Bester Dokumentarfilm (5.000 Euro) - Frauenzimmer von Saara Aila Waasner
Frauenzimmer | Deutschland | 2010 | Saara Aila Waasner | 74´
Jurybegründung

Bester Dokumentarfilm unter 25 Minuten (2.500 Euro) - Michael and his dragon von Briar March
Michael and his dragon | USA | 2010 | Briar March | 6´
Jurybegründung

Bester Animationsfilm (2.000 Euro) - Orsolya von Bella Szederkényi
Orsolya | Ungarn | 2009 |Bella Szederkényi | 7´48´´
Jurybegründung

Beste Kamera (Technikgutschein über 5.000 Euro) - Catafalque (Kameramann: Felix Striegel)
Catafalque | Österreich | 2010 | Christoph Rainer | 12´
Jurybegründung

Bester Schnitt (Software im Wert von 2.120 Euro) - Otec (The Father) von Lukas Hanulak
Otec | Slowakei | 2009 | Lukas Hanulak| 43´
Jurybegründung

Fokus-Dialog-Preis (1.000 Euro) - The Tunnel von Jenna Bass
The Tunnel | Südafrika | 2009 | Jenna Bass | 25´
Jurybegründung

Produzentenpreis (Sachleistungen für Postproduktion im Wert von 12.000 Euro) –
für Hans-Jochen Kensche und Simon Buchner für den Film "Live Stream" (Regie: Jens Wischnewski)
Live Stream | Deutschland | 2010 | Jens Wischnewski | 46´
Jurybegründung

Preis gegen Ausgrenzung (500 Euro) - Gurbet von Deniz Sözbir
Gurbet | Deutschland | 2009 | Deniz Sözbir| 43´
Jurybegründung

Publikumspreis (2.000 Euro) – Vatermutterkind von Daniel Karl Krause
Vatermutterkind I Spielfilm I Deutschland I 43'

Bester Kinderfilm (5.000 Euro) – Mobile von Verena Fels
Mobile I Deutschland | 2010 | 6'24''

Schauspielpreis (1.500 Euro) - Jani Volanen in Kukkulan Kuningas (On thin Ice)
Jani Volanen in „Kukkulan Kuningas“ (On Thin Ice) | 2009 | Alli Haapasalo | 60´

Musikvideopreis (500 Euro) - Laokoongruppe „Walzerkönig“
Laokoongruppe „Walzerkönig“ | Österreich | 2009 | Adnan Popvic | 5´
Jurybegründung

Drehbuchpreis (1.500 Euro) - Grenzflimmern von Denijen Pauljevic (2010)
Jurybegründung

Bester pitch! (Drehbuchkurs und Software) - „In deiner Haut“ und „Love Alien“
In deiner Haut » | Deutschland | Dorothee Fesel
Love Alien | Deutschland | Wolfram Huke

Jurybegründung

Start-Up-Preis (Produktion des Red Bull Tourbustrailers) - Robosonic “Sprachfehler”
Robosonic „Sprachfehler“ | Deutschland | 2009 | Robert Gruss, Florian Leitl, Kristina Peter,
Sebastian Schierwater, Nils Strehlow



Lobende Erwähnungen

Lobende Erwähnung für das Drehbuch „Paul Arschloch“

Man könnte sich einladendere Titel für Filme vorstellen, auch weniger abtörnendere Protagonisten – „Paul Arschloch“ ist die traurige Gestalt eines typischen modernen Anti-Helden, eines Nichtsnutzes, bei dem es durchaus fraglich ist, inwieweit man für ihn Partei ergreifen möchte. Die Leistung des Autors Sebastian Heeg, der einen frechen Verbund mit seinem Protagonisten in Richtung Adressat eingeht, ist sein mutiges Nachdenken über die radikal freiheitsliebende Wertorientierung seiner Figur Paul, die während ihres einsamen Kampfes jedes Maß und Ziel aus den Augen verliert. Ohne moralische Werte mit den Füßen zu treten, seziert Sebastian Heeg am neuralgischen Punkt eines heutigen, durchaus fragwürdigen Selbstverständnisses und beschreibt Pauls Abwärtsschraube gelungen, fesselnd und konsequent – das ist federleicht, tragisch und radikal. Bereits unsere Jury hat das Drehbuch polarisiert – und das ist keinesfalls das schlechteste! - Für den Autor Sebastian Heeg gibt es deswegen eine Lobende Erwähnung.


Lobende Erwähnung für „Noise“ von Esther Löwe

... mit dem sie zeigt, dass ein Film auch ein Gedicht sein kann, geschrieben mit der Kamera und mit Licht und mit Tönen und das von Liebe, Verlust, Tod und Schmerz erzählt und von der Erinnerung, die in Körpern und Räumen lebt. Esther Löwe schöpft reich aus den künstlerischen und technischen Möglichkeiten des Films und geht kreativ, poetisch und eigenwillig damit um, ohne sich anzubiedern an das Bedürfnis nach der einfachen Verständlichkeit geradlinig erzählter, gut konsumierbarer Geschichten.
Ihr Film fordert auf, ihm zu folgen, anstatt sich dem Zuschauer darzubieten als leicht zu habende Unterhaltung. Und damit geht sie keinen leichten Weg, doch einen, er zu gehen sich lohnt, denn er führt jenseits hinter die Grenzen des Gewöhnlichen, dorthin, wo es Neues zu entdecken gibt, in weitere, freiere Räume, die den Gedanken und Bildern eine frischere Luft zum Atmen geben


Lobende Erwähnung für SHAHADA

Die Jury möchte die Produzentenleistung von Leif Alexis bei dem Film Shahada lobend erwähnen. Ein außergewöhnlicher Film, der augenscheinlich mit großer Leidenschaft produziert wurde. Vom frühen Stadium der Stoffentwicklung, über die Finanzierung, die Dreharbeiten, die Postproduktion, bis hin zum Marketing hat der Produzent in allen Phasen der Filmherstellung die kreative Auseinandersetzung mit dem Regisseur gesucht. Die besondere Herausforderung eines Ensemblefilms mit einer Vielzahl von Darstellern und Motiven hat er dabei ebenso gemeistert, wie die Zusammenarbeit mit Co Produzenten, Redakteuren, Sponsoren und Dozenten. Ihm war stets bewusst welche Leistung er von seinem Team fordert und es ist ihm ein Bedürfnis diese Leistung auch zu würdigen. Leif Alexis hat einen Film produziert, der beeindruckt und sich mit internationalen Produktionen messen kann.
Herzlichen Glückwunsch.


Lobend erwähnen möchten wir den Schnitt des Dokumentarfilms „Die Haushaltshilfe“ von Anja Hoffmann.

Die Editorin Lena Rem montierte aus zum Teil beobachtenden und zum Teil arrangierten Materialien eine suggestive Narration, der man sich kaum entziehen kann. Das Beziehungsgeflecht zwischen einer einsamen polnischen Haushaltshilfe und dem von ihr gepflegten alten Paar wird auf der Folie des spießbürgerlichen Lebens in einer deutschen Kleinstadt mit quasifiktionalen Mitteln in der Montage dramatisiert. Gratulation zu dieser bestechenden Montagearbeit!

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